Ohrenentzündung

  • 18. Juni 2021

Unser Hörorgan ist in vier Teilbereiche Unterteilt. Das Aussenohr, das Mittelohr, das Innenohr und die Hörbahnen. Jeder dieser Teilbereiche, kann erkrankt sein. Die Diagnose, die Symptome und die Behandlungen unterscheiden sich aber je nach Bereich Stark. Wir geben Ihnen einen Überblick.

Entzündungen Aussenohr

Zum Aussenohr gehört die Ohrmuschel und der Gehörgang. Gründe für Entzündungen am Aussenohr sind beispielsweise unsauber gestochene Piercings oder Verletzungen durch Wattestäbchen. Entzündungen können aber auch durch andere, unbehandelte Erkrankungen wie Ekzeme oder Pilze im Gehörgang entstehen. Die Symptome sind immer dieselben, einzeln oder in Kombination: Die Stelle wird rot, schwillt an, schmerzt und wird warm. Durch einen Besuch beim Arzt oder in einer Apotheke kann die richtige Behandlung empfohlen werden.

Mittelohrentzündung

Eine akute Mittelohrenzündung beginnt schnell und dauert maximal 3 Wochen. Sie entsteht häufig im Anschluss an eine Erkältung oder begleitend bei einer Grippe. Die Krankheitserreger wandern durch den Nasenrachenraum über die Tube ins Mittelohr.

Anders als die Entzündung am Aussenohr, kann man eine Mittelohrenzündung nicht sehen. Man spürt jedoch ein schnell wachsendes Druckgefühl, Stechende oder klopfende Schmerzen und eine Einschränkung des Gehörs. Ausserdem hat man ein allgemeines Krankheitsgefühl, Kopfschmerzen und Fieber.

Eine Mittelohrenzündung gehört immer zum Arzt und wird medikamentös behandelt.

Innenohrenzündung

Unser Innenohr liegt sehr gut geschützt im Schädelknochen und Krankheitserreger können es nur schwer erreichen. Deshalb kommen Innenohrenzündungen nur selten vor. Bei seltenen Formen der Mittelohrenzündung, bei einem Schädelbruch oder einer Hirnhautentzündung, können Erreger ins Innenohr einbrechen.

Da das Innenohr und das Gleichgewichtsorgan direkt miteinander verbunden sind, tritt als Symptom Drehschwindel auf.

Der Verlauf einer Innenohrentzündung kann sehr unterschiedlich sein. Es kann komplett ausheilen, ohne bleibende Schäden, es kann aber auch bis zur Ertaubung kommen.

Von einem Hals-Nasen-Ohrenarzt wird genau abgeklärt, um welche Art es sich handelt und eine Strategie zur Bekämpfung festgelegt.

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